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Aloha, liebe JOMILO Ohana!

Ich habe lange gezögert, diese Serie zu starten. Nicht weil ich wenig über das Thema Liebe schreiben kann, sondern weil Liebe so groß ist. So vielschichtig. So persönlich. Und gleichzeitig so universell, dass man kaum weiß, wo man anfangen soll.

Aber dann dachte ich: Fang einfach an. Wie das Meer auch nicht fragt, ob die Welle groß genug ist. Sie rollt einfach.

Also. Hier sind wir. Let’s talk about LOVE. Richtig. Ohne Filter. 

Liebe hat viele Gesichter

In den nächsten Wochen möchte ich mit euch über alle Facetten der Liebe sprechen: Die komplexe Familienliebe, in der wir alle irgendwie miteinander verwoben sind. Die ganz eigene, oft so herrlich überfordernde Eltern-Kind-Liebe. Die Selbstliebe, die wir so oft vergessen. Das Abenteuer Paarliebe, in dem wir uns jeden Tag aufs Neue entscheiden, wie nah wir jemanden an unser wahres Ich heranlassen. Und auch über etwas, das wir oft vergessen – wie unsere eigene Kindheit prägt, wie wir heute lieben. 

Ich möchte dabei weg von der Hochglanz-Version, die nur im Schein von perfektem Lichtstrahl existiert. Mir geht es um den echten Aloha Spirit: Liebe nicht als Konzept, das wir bewerten oder in ‚richtig‘ und ‚falsch‘ unterteilen, sondern ich möchte das Fundament verstehen:

Warum lieben wir, wie wir lieben? Was davon ist echt und was ist gelernt? Wie zeigen wir unsere Liebe – und was erwarten wir insgeheim von ihr zurück?

Ich möchte gemeinsam mit euch die Dynamiken hinter unseren Gefühlen entdecken. Es soll ein ehrlicher Deep Dive werden – ganz ohne Maske, aber mit viel Raum für Erkenntnis und Mitgefühl. Denn erst wenn wir aufhören zu bewerten, fangen wir an, wirklich zu verstehen.

Warum Liebe eine Entscheidung ist

Und vielleicht beginnen wir mit diesem einen Satz:

Liebe ist nicht nur ein Gefühl. Liebe ist eine Entscheidung.

Ein Gefühl ist wie das Meer – es kommt in Wellen.
Mal trägt es uns mühelos, mal zieht es uns unter Wasser.
Wir können es nicht erzwingen.
Wir können nicht beschließen, uns zu verlieben oder aufzuhören, jemanden zu vermissen.
Das Gefühl ist eine Urgewalt, die uns den Atem raubt, ohne dass wir gefragt wurden.
Manche davon treffen uns so unvorbereitet und tief, dass sie alles verschieben, was wir vorher über uns wussten.
Gefühle passieren uns einfach.

Wenn wir Liebe aber nur als Gefühl betrachten, machen wir sie abhängig: von guten Tagen, von genug Schlaf, von unseren Nerven oder Hormonen.

Für mich ist Liebe eher das, was man auf Hawaii ‚Aloha‘ nennt. Aloha (alo = Angesicht, ha = Atem) bedeutet wörtlich ‚das Angesicht des Atems teilen‘. Nicht die immer perfekte Stimmung, sondern einfach im Moment wirklich da zu sein. Dem anderen (und sich selbst) den Raum zu geben, sicher zu sein – auch wenn es mal ungemütlich ist.

Es ist also die ganz nüchterne Wahl: Will ich diesen Menschen wirklich sehen, auch wenn er gerade anstrengend ist? Will ich ehrlich bleiben, auch wenn es zäh ist wie nasser Sand unter den Füßen? 

Liebe in all ihren Formen

Was mich an diesem Thema so fesselt: Liebe ist nicht gleich Liebe. Sie trägt viele Gesichter – und jedes davon stellt uns vor ganz eigene Fragen.

Die Familienliebe: Sie ist das große Netz, in dem wir alle hängen. Die Geschichte, die schon vor uns geschrieben wurde und die uns prägt. Mal leise, mal laut ist sie die Verbindung zu dem, wo wir herkommen. Wurzeln, aber oft auch Reibung. 

Die Eltern-Kind-Liebe ist das Purste und gleichzeitig das Überforderndste, was wir erleben können. Diese Liebe will bedingungslos sein und bringt uns doch so gnadenlos an unsere eigenen Grenzen. Sie lehrt uns, was es heißt, Verantwortung zu tragen, während wir gleichzeitig lernen müssen, das eigene Kind als eigenständiges Wesen ziehen zu lassen.

Die Paarbeziehung: Dieses tägliche Abenteuer, für das es keine Anleitung gibt. Sie ist Geborgenheit und Unsicherheit zugleich. Das Gefühl, wirklich gesehen zu werden – und die Angst davor, genau das zuzulassen. Man öffnet sich, ohne zu wissen, was daraus wird. 
Manchmal lacht man zusammen über etwas, das man niemandem sonst erklären könnte. Manchmal sitzt man nebeneinander und ist trotzdem allein. Und manchmal streitet man über Kleinigkeiten, weil man nicht sagen kann, was wirklich wehtut. Sie ist laut, leise, kompliziert, zärtlich. Manchmal alles auf einmal.

Die Selbstliebe ist oft die schwerste Disziplin, weil sie kein Ziel hat, das man einfach so erreicht. Vielleicht fällt sie uns so schwer, weil wir gelernt haben, dass Liebe an Bedingungen geknüpft ist. Doch ohne dieses ehrliche Ja zu uns selbst – mit all unseren Fehlern und Erschöpfungsmomenten – laufen alle anderen Verbindungen irgendwann auf leerem Tank.

Und dann ist da die Liebe zu unseren eigenen Eltern. Ein Thema, über das wir viel zu selten ehrlich sprechen. Sie begleitet uns still durch das ganze Leben und verändert sich mit uns. Manchmal ist sie ein Ort von Nähe, Trost und selbstverständlicher Liebe. Und manchmal ist sie genau das eben nicht. Dann sind es eher die Fragen, die unbeantwortet bleiben. Die Nähe, die sich nicht immer warm anfühlt. Die Sehnsucht nach etwas, das vielleicht nie so war, wie man es gebraucht hätte.

Liebe ist ein tägliches Ja

Das Schöne an Liebe als Entscheidung ist aber: Sie ist nicht abhängig davon, ob alles perfekt ist. Ob die Vergangenheit makellos war. Ob heute alles klappt.

Sie ist ein tägliches Ja. 

Manchmal laut und voller Freude wie Wellen im Sommer. Manchmal leise und erschöpft, aber trotzdem da.

Ich bin froh, diese Serie zu starten und darüber zu sprechen, was es bedeutet, die Bedürfnisse hinter dem Verhalten zu sehen – bei unseren Kindern, unseren Partnern und bei uns selbst. 

Und ich hoffe, ihr begleitet mich. Schreibt mir gerne: Was bedeutet Liebe für euch? Ist sie für euch ein Gefühl, eine Entscheidung – oder beides?

Bis zur nächsten Welle…

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